Kurt Albisser

5. Oktober 1931 - 10. Juli 2010

Kurt Albisser nannte sich «Filmer aus Leidenschaft». In Kriens geboren und aufgewachsen, bereits in seiner Jugend schauspielerisch aktiv, absolvierte er eine Berufslehre als Konditor-Confiseur, verbrachte mehrere Jahr in Genf, eröffnete in Kriens im Jahre 1965 sein erstes Filmstudio, das er nebenberuflich betrieb, während er seinen Lebensunterhalt und denjenigen seiner Familie als Versicherungsfachmann und später als Geschäftsführer eines Tea-Rooms in Luzern bestritt. Die künstlerische Laufbahn als Filmschaffender begann 1971 mit der Eröffnung seines professionellen Filmstudios und dauerte 40 Jahre an.

Anfänglich nicht einfach, doch ein sich ständig erweiternder Kundenkreis, Anerkennung und Auszeichnungen auf nationaler und internationaler Ebene bestätigten ihn in seinem Entscheid, vollends auf die Filmproduktion zu setzen. Es entstanden ungezählte Werke unterschiedlichster Art. Dokumentationen für Schulen, Industrien, Spitäler, Tourismus, für die Armee, verschiedene Berufssparten, Porträts über Künstler, über Kultur und Brauchtum, und – in der letzten Phase seines Schaffens – über geistliche Institutionen forderten ihn immer wieder heraus und liessen in stets neu kreativ werden.

Kurt Albisser war ein guter Beobachter, sein Imitationstalent weitherum bekannt, er konnte geradezu bildlich seine Jugendzeiten heraufbeschwören, und stets begleitete ihn ein feiner Humor.

Sein filmisches Werk über die «Moschti» in Kriens entstand – wie einiges andere auch - in Zeiten, da er keine Aufträge hatte. Besonders betont wird in diesem Film –nebst dem «handfesten» Aspekt der Arbeit - die Poesie des Lichts und der Farben, eine Komponente, die ihn als Künstler erfahrbar macht. Stets rückte er den Menschen in den Mittelpunkt; das Schicksal des einzelnen berührte ihn jeweils sehr, und er verstand es auf seine ihm eigene Art, Menschen in ihrer Umwelt zu erfassen und zu porträtieren.

Ich wünsche mir, dass dieses sein Vermächtnis uns erhalten bleibt und möglichst vielen Interessierten zugänglich gemacht wird.

Kriens, 27. Mai 2013
Anita Albisser 

d'Moschti

20 Filmausschnitte in 20 Minuten

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