Heinrich Leuthold

Geboren 1923 im Sternzeichen der Waage, aufgewachsen in Rapperswil, 1939 Lehre als Bäcker-Confiseur, 1952 erstes kleines Geschäft, 1956, zweites grösseres Geschäft, 1964 Tätigkeit als Fachlehrer für Bäcker-Confiseure an der Berufsschule Luzern, nach 50 Jahren Berufsleben in Pension gegangen…

Angefangen zu malen habe ich, als ich mehr Zeit hatte als Lehrer an der Berufsschule. Erst war es „naive Malerei“, die mich interessierte. 1984 war ich Initiant der „Malgruppe 84“, der anfänglich zehn Künstler angehörten. Während 20 Jahren stellten wir gemeinsam in der ganzen Schweiz unsere Bilder aus. Was in Kriens in der Sterngalerie begonnen hatte, hielt sich also über viele Jahre. Ich habe bis etwa 2010 gemalt; allerdings kamen später andere Stile zum Zuge. Ich setzte mich mit der surrealistischen Malerei sowie der realistischen Darstellung einzelner Sujets auseinander. Es war eine Art Befreiung aus den etwas starren Formen der Naivmalerei.

1990 gründete ich mit einigen Interessierten zusammen die Kultur Gesellschaft Kriens und wurde auch ihr erster Präsident. Ein Jahr später mieteten wir das Haus in der Bosmatt und ich wandte viele Stunden auf, um es zu einem „Atelierhaus“ werden zu lassen.

Als junger Mensch wollte ich immer Dichter werden. Das aber war ja kein „Beruf“, und offen gestanden, ich glaube auch heute noch nicht, dass ich ein Dichter bin. Aber ich schreibe gern. Begonnen habe ich, weil meine Grosskinder wissen wollten, wie das Leben früher war. Für sie schrieb ich mein erstes und bis jetzt einziges Buch: „Der einfache Jemand“. In diesem Buch habe ich auch etliche Lyrik veröffentlicht. Ich habe noch Wünsche, obwohl mein neues Leben seit 2012 im Altersheim (kein Komma) nicht mehr viele Wünsche zulässt. Doch ich möchte niemals humorlos werden, trotz all der ernsten und oft auch tragischen Themen, aus Politik, Philosophie und Wirtschaft, die mich interessieren und beschäftigen.

Aus der „einfache Jemand“, Lebensphilosophie: ...Der einfache Jemand hat eine einfache Lebensphilosophie. Er glaubt, uns allen ist auf dieser Erde eine Aufgabe gegeben. Sie besteht darin, mit unserem Wissen, unserem Können und unseren Möglichkeiten die Lebensverhältnisse zu verbessern. Das kann man auf verschiedene Weise tun… Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind. Dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein… Am Regenbogen muss man nicht die Wäsche aufhängen!

Texte von Heinrich Leuthold

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